Erst war ich mir noch nicht ganz sicher, aber Angrybird scheint trotz ihrem Schnäbelchen hervorragend klarzukommen.

Von „kein Hunger beim Insbettgehen“ haben wir uns jetzt auf drei Nächte widerrechtlich auswärtsschlafen hochgearbeitet.

Grade, als ich dachte, langsam wüßte ich gerne mal wieder, wo sie so rumgeistert, klingelte der Nachbar – sie wackelte auf der Straße herum.

Treibversuche Richtung Treppe wurden mit einem Blitzstart in die Luft quittiert (sie fliegt jetzt wie ein Weltmeister), als wir sie vom Spielplatz einsammeln wollten, schwirrte sie ab Richtung Burggraben und Bach.

Da schläft sich´s auf jeden Fall sicherer als versteckt auf dem Grundstück, also habe ich die Fahndung eingestellt.

Daheim empfängt mich mein Entlein, ordentlich eingeparkt neben der Mülltonne.

Diesmal konnte ich sie mit Ruhe und Geduld davon überzeugen, die Treppe hochzuhopsen, ohne gleich wieder über dem halben Ort zu kreisen, und nach einer kurzen Diskussion zum Thema „ich schlafe neben dem Baumstumpf – nein, das wirst Du nicht!“ schwenkte sie dann in ihr Ställchen ein – wieder, ohne sich auf Futter oder Wasser zu stürzen (beim Wasser gab es einen Trauerfall, ein entzückendes Spitzmäuschen hatte die Insektenbekämpfung im Ställchen übernommen und das Trottelchen ist in den Topf voll Wasser geplumpst 🙁 ) .

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse bekommt Angrybird nicht die Flügel gestutzt (hauptsächlich, damit sie gegenüber den „Böhsen Erpelz“ einen Vorteil hat, die scheuchen momentan noch) und sie kann dann selber entscheiden, wo sie grade sein möchte – entweder am Bach oder hier.

Nur bei trotteligem Verhalten im Straßenverkehr wird eingegriffen.