Ich sollte das federige Vieh für Torwarttraining vermieten. Ich habe noch nie ein Huhn/Hahn erlebt, was bei der Größe so schnell ist.

Gestern saß er die meisten Zeit in seinem Ausguck, heute marodiert er, mit Spinnweben am Kamm, durch den Keller. Soweit ja kein Problem, ich dachte, laß ihn mal, irgendwann ergibt sich eine günstige Gelegenheit.

Kaum wollte ich mit meiner Kiste voll Brennholz die Treppe rauf, war schon meine Wunschgelegenheit eingetreten: Hahn auf enger Kellertreppe, oberes Ende Sackgasse, weniger als 1 Quadratmeter.

Ich pirsche mich an, er pirscht 3 Stufen zurück, bögöggt skeptisch und ich denke noch „der fliegt dir auf den Kopf“, da startet er schon zeternd in die Höhe, über mich drüber, dummerweise ist da dann treppenbedingt eine Wand, er flattert wie eine Monstermotte an der Wand rum, Zwischenstopp auf Lampe, ein Hopser auf meinen Kopf und unter Zurücklassung einer Feder entschwindet er wieder in den unergründlichen Tiefen des Kellers.

Das Ganze mit Ton.

Fortsetzung folgt.

(planlos, wie er ist, kann ich es auch nicht riskieren, ihn rauszutreiben, ich müßte ihn davon überzeugen, über den Hof um das Haus rum zu laufen, ohne die Kirchgänger aufzumischen. So optimistisch bin ich dann doch nicht.)