Mit Viehzeug ist der erste Schnee immer wieder herrlich.

Die Schnabeltiere sausten wie üblich sektkorkenmäßig aus dem Stall, dann war der Oberkörper schneller als die ausgebremsten Plattfüßchen und die Schwerkraft war Sieger. Die solchermaßen ent-schleunigten Enten taten einfach so, als wäre es Absicht – als ich das nächste mal raussah, lagen sie alle im Schnee und waren auf Tauchstation nach Grashalmen.

Die Badewanne wurde weiterhin ignoriert, obwohl die Gardena-Nattern aus technischen Gründen unsichtbar waren. Stattdessen plitschelte man mühsam an der Schubkarrenwanne herum, die halb von Hecke Hugo verdeckt war.

Hmm.

Enten sind Prinzipienreiter, und der Pool sieht momentan nicht so aus, wie er aussehen sollte.

In der Hoffnung, daß keiner der Nachbarn hinschaut, habe ich den Entchen eine Seite vom Beckenrand plus einen Enten-Runway geräumt. Bitteschön – ihr könnt rein!

Denkste.

„Schnee? Wo ist hier Schnee?“ quakten sie fröhlich und wackelten in regulärer Entenreisegeschwindigkeit rauf auf die Hühnerwiese.

Diesen Vorfall werde ich mir für den nächsten Winter im Kalender notieren.

Bei den Hühnern war´s auch schön.

Schorsch marschierte gewohnt würdevoll raus, merkte, hier stimmt was nicht, und parkte sich dicht am Hühnerstall unterm Dachüberstand ein.

Der schwarze Kerl sieht im Schnee echt spektakulär aus.

Grimmiger Blick zu mir: „Ich weiß nicht, was das hier soll, aber SIE sind dafür verantwortlich!!!“