Hier gab es irgendeinen Angriff. Wildes Geschrei bei den Hühnern, nonstop zeternde Krähen und Eichelhäher, und als ich raus wollte, klebten die Enten schon an der Waschküchentür (sollte ich da eine Katzenklappe einbauen oder würde der Hinweis „nur im Notfall öffnen“ ignoriert werden?) und von den Hühnern war nichts zu sehen, außer einem ratlosen Schorsch unter den Fichten. Im Stall war auch nichts, aber der riesige alte Wacholder klang, als würden aus ihm per Modem jede Menge Mails verschickt (Hühner machen recht witzige Geräusche, wenn ihnen was bedenklich ist).

Ein paar Popos waren zu sehen; Zora ist noch da, die beiden Nervkügelchen, die 2 neuen Sachsenhühner (eine soll Luzi(fer) heißen, für die andere wird noch ein schwarz/teuflischer Name gesucht), wild mausernde Sachsenhühner in derzeit angesagter Geier-Optik, Dauerwellenpopo von Attila, Gewerkschaftshühnchen und da der Wacholder niest, scheint auch Smokey noch da zu sein, wegen ein paar rumliegenden Fluffelfedern hatte ich da Bedenken.

Den Hahn habe ich in der hintersten Ecke vom einsturzgefährdeten alten Ziegenstall gefunden, nach solchen Aktionen bin ich jedesmal froh, daß das Ding aus Faulheit und weil er außer Sicht ist, nie abgerissen wurde, obwohl es mit einmal kräftig Niesen eigentlich schon erledigt wäre.

Noch ungeklärt ist der Status von Amsel, Bruni und Bruce, dem zweiten Hähnchen. Liest hier jemand mit, der sich mit Unterschichtfernsehen auskennt und es zugibt? Hieß der „Drama, Baby!“-Typ Bruce? Als ich das Hähnchen letztens hochgehoben hatte, gab es nämlich wildes Gezeter einschließlich Halsfedern sträuben, daher die Überlegung.

Aber erstmal muß ich abwarten, wie lange die Hühner noch auf Tauchstation bleiben und ob das Thema Namensvergabe überhaupt noch aktuell ist.