(Teil 1 der Serie: unwürdig aussehendes Geflügel)

Letztens wünschte ich mir, ich hätte die Kamera greifbar gehabt: Smokey kam mir -in Erwartung kulinarischer Highlights- hangabwärts entgegengerannt, was im Normalfall bei den dicken Pummels schon ziemlich witzig aussieht; im aktuellen Fall hatte sie aber auch noch eine verblüffende Ähnlichkeit mit der grauen Fluse aus der Swiffer-Werbung.

Wenn ein Vogel mausert, ist das ähnlich wie bei Baum und Blatt, als erstes geht die Farbe verloren.

Deshalb gibt es auch nur schöne Federn zu finden, wenn der Hahn sich geprügelt oder die Sittiche sich erschrocken haben – was bei der Mauser ausfällt, ist bei Sittichs blaß und bei den Hühnern statt schwarz-metallicgrün einfach nur schmutzigbraun.

Und die Frisur sitzt auch nicht wirklich:

cochin-huhn.jpg

Smokey

Alles, was schön bleistiftgrau ist, ist neu, der Rest muß noch in der Landschaft verteilt werden.

Dieses Huhn gibt es auch mit Kopf:

 

grosse-cochins.jpg

Smokey

Rechts ist nicht so ihre Schokoladenseite, seit einer üblen Augenentzündung, bei der ihr Kopf aussah wie eine Erdbeere (und ich dachte, mit meinem armen Huhn wäre es aus), sieht sie rechts bißchen Karl-Dall-mäßig aus.

Aber die eleganten (und für die Rassezucht höchst verpönten) goldenen Strähnchen sind am Hals zu erkennen, auch wenn sie mangels Kooperation von Fotomodell UND Sonne gerade nicht glänzen wollen.