Da war ich im Frühjahr ganz begeistert, daß ich zwei schöne Gurkenpflänzchen ergattert hatte (selber vorziehen macht bei uns wenig Sinn, weil es nur einen Raum gibt, wo es im Frühjahr hell UND einigermaßen warm ist – und da treiben die Vögel ihr Unwesen), aber irgendwie standen die dieses Jahr unter einem schlechten Stern.

Um sie im besch..eidenen Frühjahr bei Laune zu halten, hatte ich sie in Kübel verfrachtet und in einem ungenutzten Zimmer einquartiert, wenn sich die Sonne zeigte, durften sie auf den Balkon. Irgendwann entsprach das Wetter den Bedürfnissen des Grünzeugs und sie produzierten putzige kleine Babygurken.

Und was machen wir bösen Menschen?

Unterschätzen den Wasserbedarf bei Sonne, woraufhin Mama Gurke verständlicherweise ziemlich beleidigt reagierte.

Wir gelobten Besserung, der herzallerliebste Schatz übernahm hauptamtlich den Balkongießdienst, weil er da öfters hinkommt als ich, hat dann aber irgendwie vergessen mir mitzuteilen, daß Frau Gurke die Arbeit wieder aufgenommen hatte.

Ergebnis:

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Knastgurke

 

Sie und ihre Kollegin haben es wirklich nicht leicht – zu allem Übel haben wir auch noch die Regenmenge bei einem Gewitter überschätzt, woraufhin die Gurken wieder reichlich erschüttert wirkten. Ich habe sie jetzt von ihrem Leiden erlöst und für nächstes Jahr das Thema „automatische Bewässerung“ auf die to-do-Liste gesetzt.

Die Tomaten wirken auf dem Balkon auch etwas motzig, was schön funktioniert hat, war unser erster Paprikatestlauf. Wir haben auch eine Pflanze mit gelben Paprika, die produziert aber so riesige Früchte, daß ich sie jetzt am Geländer anlehnen muß. Sherlock ist nicht ganz so begeistert, die kleinen Paprika haben kaum Kerngehäuse und er denkt jetzt, ich esse die Kerne selber.

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Paprika