Kaum will ich mehr Eier, besteht Attilla auf Mutterschaftsurlaub.

Weil sie dann das Legenest verstopft und die paar Hühner, die noch motiviert sind, bedroht, wurde sie zum Vertikutierdienst im Garten verdonnert. Gestern sah das dann so aus, daß sie, statt -wie als glückliches Huhn üblich- im Gras zu scharren, lieber im Kreis herumrannte und bei jeder zweiten Runde in ihren Wassernapf trampelte.

Nach 20 Minuten und 8 Runden war der leer und ich genervt. Attilla machte jetzt auch noch vorwurfsvolle Geräusche.

Wenn sie so weitermacht, kann ich jede Stunde Wasser auffüllen, was bei dem heißen Wetter keinen Spaß macht. Kommt das angekündigte Gewitter, muß ich sie im dümmsten Fall aus dem Hagel retten. Ich war faul und entschied mich für Freigang auf Bewährung.

Kaum hatte ich mein fluffiges, dickes Huhn auf der Hühnerwiese freigelassen, bog sie zielstrebig ab und setzte sich ins Legenest – fehlende Eier sind für sie nebensächlich.

Sooo nicht, werte Dame!

Huhn gerade wieder rausgepflückt, und um dem potentiellen Unwetter aus dem Weg zu gehen, wurde Madame auf der Terrasse geparkt. Zum Schmollen braucht man kein Gras. Außerdem kühlen die Fliesen ihren Bauch und damit hoffentlich auch den Hormonspiegel.

Zumindest ihr Blutdruck ging nach oben und als erste Amtshandlung testete sie ausgiebig die Akustik.

So sieht ein angepißtes Huhn aus:

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Attilla

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Attilla